Am 27. Januar 1927 traf man sich auf der Quaderwiese zur ersten Partie in Chur überhaupt. Am 31 Januar, gründete man den Sportclub Chur mit einer Sektion Eishockey, dessen Name man später in "Eishockey Club Chur" änderte. Der Beitritt zum Schweizerischen Eishockey Verband zog 1935 auch den ersten Meisterschaftsbetrieb der Serie B nach sich. Der Aufstieg in die Serie A gelang fünf Jahre später. Dieser Effort konnte man zwei Titel als Regionalmeister der Serie A Ostschweiz (1946 und 1947) nachsetzten. Die folgende Saison brachte den Aufstieg in die neugeschaffene Nationalliga B, wo man zweimal von St. Moritz auf den Ehrenplatz verwiesen wurde (1952 und 1953). Nach dem grossen Schwung fiel der Stadtklub in die Niederungen der 1. Liga zurück. Trainer Kurt Schadegg betrieb dort aufopfernde Feinarbeit und führte seine Mannen im Jahre 1962 in die zweitoberste Spielklasse zurück, wo man sich bis 1972 zu halten vermochte. Dann sah man sich gezwungen, die Stöcke erneut eine Etage tiefer zu schwingen. Sieben Lenze später konnte man sich endgültig von der 1. Liga nach oben hin verabschieden. Unter Präsident Thomas Domenig (1982 bis 1994) gelang es dem EHC Chur dreimal, bis in die NLA vorzustossen (1984, 1986, 1991).

 
 

Die Neuzeit:
Nach Thomas Domenig Demission übernahm ein Vorstand den Klub, der die kaufmännische wie auch sportliche Übersicht total verlor. Dieses Gremium wurde, wiederum ein Jahr später, von einem neu gegründeten Förderverein ersetzt, welcher es in akribischer Art und Weise verstand, den wirtschaftlichen und auch sportlichen Scherbenhaufen zu sanieren sowie in der breiten Bevölkerung neuen Goodwill zu schaffen. Aus den führenden Köpfen dieses Vereins rekrutierte sich nach der Übergangszeit der neue Vorstand des EHC Chur, bei dem Ruedi Liesch seit 1997 als Präsident amtete. Im April 2000 wurde der EHC Chur in eine AG umgewandelt. Nach zwei Jahren in der NLA stieg der EHC im Jahr 2002 "sportlich" wieder in die NLB ab. In jenem Frühjahr wurde ihm dann von der Nationalliga auch noch die Lizenz verweigert. Lange Zeit sah es danach nach einem endgültigen Aus mit Eishockey in Chur aus, doch nach langem hin und her hat man dann doch noch in der 1.Liga Unterschlupf gefunden. Mit viel Mühe konnte man den drohenden Konkurs in letzter Minute noch abwenden und via Nachlassverfahren einen Neustart wagen. Neuer und alter Präsident des EHC Chur ist seit jenem Sommer Thomas Domenig, der sich nach nur einer 1.Liga Saison bereits wieder über den Aufstieg in die NLB und den Gewinn des Titels als Schweizer Amateur-Meister freuen konnte. Der EHC Chur kam dann im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg auf Anhieb auch gleich in die Playoffs, schied dann aber "unglücklich" in den Viertelfinals gegen Biel aus. Die folgende Saison war dann von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Während man in der ersten Saisonhälfte in regelmässigen Abständen das Eis als Sieger verlassen konnte und man auf dem Höhepunkt des Geschehens vom 5. Tabellenplatz grüsste, folgte danach in der zweiten Saisonhälfte der grosse Einbruch. Die Mannschaft verlor nach zahlreichen (z. T. ärgerlichen) Niederlagen Platz um Platz und landete schliesslich am Ende der Qualifikation auf dem 10. Tabellenrang. In den Playouts hiess es dann gegen den HC Thurgau gegen den drohenden Abstieg zu spielen, jedoch nicht ohne namhafte Unterstützung aus Lugano. Das Partnerteam sendete für drei Spiele u.a. einen David Aebischer nach Chur, welcher normalerweise in der NHL sein Geld verdient. Schlussendlich sicherte man sich mit vier Siegen vorzeitig den Ligaerhalt.

Die Saison 05/06 war in der Qualifikation (mehrheitlich) von sportlichen Erfolgen gekrönt. So grüsste die Mannschaft u. a. nach drei Runden ungeschlagen von der Tabellenspitze. Sportlich beendete man die Qualifikation auf dem 6. Schlussrang. In den Playoffs war dann bereits in den Viertelfinals nach hart umkämpften und z. T. umstrittenen Spielen gegen Langenthal (4:1 nach Siegen) Schluss. Neben dem Eis war es eine harte Saison mit einem höchst ungewissen Ausgang. Der EHC Chur stand kurz vor Weihnachten vor dem Aus und konnte das (finanzielle) Fiasko nur dank einem beherzten Engagement aller Beteiligten (und insbesondere der Fans bei der Aktienzeichnung) abwenden. Am 23. Februar öffnete an der Unteren Gasse 27 die "Schmalspur - Die EHC Chur Bar" ihre Pforten und nahm den Barbetrieb auf.

In der Saison 06/07 konnte die Mannschaft keine grossen Stricke zerreissen und beendete trotz Trainerwechsel (Ritsch / Fischer / Zettel) die Saison abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang.

Auch in der Saison 07/08 konnte die Mannschaft nicht über sich hinaus wachsen und beendete die Saison mit 48 Zählern und somit mit 24 Punkten Rückstand auf den letzten Playoff-Platz auf Rang 11. Der Paukenschlag kam jedoch erst nach der Beendigung der Saison mit dem freiwilligen Rückzug aus der NLB und einem Neubeginn in der 1.Liga.

Die 1.Liga-Saison 08/09 begann für die stark verjüngte Mannschaft schlecht. Erst nachdem einige Senioren-Spieler wie Roger Rieder oder Ivo Stoffel aufs Eis zurückkehrten, konnte die Mannschaft wieder Siege verbuchen. In der Zwischenrunde konnten die Anhänger nach einigen Siegen bereits von der Teilnahme an den Playoffs träumen, doch schliesslich kam alles anders. Der EHC Chur musste in die Abstiegsrunde und verlor alle wichtigen Spiele gegen die direkten Konkurrenten, sodass der sportliche Abstieg in die 2. Liga am allerletzten Spieltag Tatsache wurde.

(ehcfans.ch/Redline)

Info:
Mehr zur Geschichte des EHC Chur findet ihr im ehcmuseum.ch

 
 
 
 
 
 
 
 
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