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Ein Aufstiegs- Spezialchurier
Welch Erlösung! Der EHC Chur steigt nach einem ultraspannenden finale und einer grossen Saison endlich ins Amateur-Oberhaus auf und lässt die Niederungen der zweiten Liga hinter sich. 1’625 Fans feierten gestern im heimischen Hallenstadion einen Meilenstein in der Geschichte des Bündner Stadtclubs.
Eine Erfolgsgeschichte auf vier Säulen.
Die Mannschaft
Was schreibt man bloss über diese tolle Mannschaft, welche die Quali mit 21 Siegen und 159:56 Toren sowie ohne eine einzige Niederlage in den Playoffs abschliessen konnte? Zum Einen stechen natürlich die Qualitäten der einzelnen Spieler heraus, andererseits hat sich dieses Gebilde zu einer homogenen, verschworenen Einheit gemausert, welche sich insbesondere in der zweiten Saisonhälfte keinerlei Blösse mehr gegeben hat. Souverän, überlegen und vor allem auf dem direkten Weg haben Lüdi und seine Mannen die Playoffs siegreich absolviert. Es kam, und das ist in Churer Kreisen selten, nie ein Zweifel über die Mannschaft auf, jeder einzelne Spieler (vor allem aber die drei Playoffblöcke) haben einen wichtigen Platz in diesem Konstrukt erhalten.
Ein grosser Teil dieses Teams bleibt uns erhalten, und darüber können wir uns freuen. Erhält der EHC Chur auf die nächste Saison hin noch zwei, drei Verstärkungen, muss uns nicht Bange sein, ganz im Gegenteil, dieses Team wird uns weiterhin Freude bereiten!
Jungs, wir sind verdammt stolz auf euch!!
Der Trainer
Ganz ehrlich, Alex Andjelic (und seine Assistenten) haben aus einem guten Team ein grossartiges Team gemacht. Seinen Impulsen, seinen Methoden, seiner Erfahrung ist es zu danken, dass der EHC Chur den Aufstieg schlussendlich dermassen souverän bewerkstelligt hat. Aber auch Ueli Hofmann soll nicht ganz vergessen werden, schlussendlich hat auch er einen nicht unbeträchtlichen Teil dieses Erfolges zu verantworten. In den Geschichtsbüchern wird jedoch der Name Alex Andjelic (einmal mehr) als grosse Figur an der Bande hervorgehoben, und das ist schon richtig so.
Merci, Ueli! Und vor allem: „Hvala lepo“ und “do videnja”, Alex Andjelic!
Baut dem Mann ein Denkmal vor dem Hallenstadion.
Die Führung
Viel musste sich unsere Führungsetage in den vergangenen x Jahren anhören (und vielmals völlig zu recht), doch in den vergangenen zwölf Monaten hat sich auch hier erfreuliches getan. Unter den wachsamen und schlauen Augen Roland Hemmis hat sich auch hier ein homogenes, funktionierendes Konstrukt gebildet, welches allem Anschein nach sehr gut harmoniert.
Mit den Zuzügen von Gerry Schneller und Dominic Müller hat man früh die Zeichen Richtung Aufstieg gesetzt, und als das Umfeld zwischenzeitlich ein wenig murrte, folgten mit Camichel, Kölliker, Dietschweiler, Popp und später Schlegel weitere wichtige Transfers.
Nachdem man dann mit der Transferbombe Andjelic das Tüpfelchen auf dem i vollbrachte, gelang auch die intersaisonale Planung vorzüglich. Der Grossteil der Leistungsträger haben bereits unterschrieben, es gibt einige Rückkehrer (Mehli, Bruderer) zu vermelden, und, das wichtigste, unsere Jungtalente Corvi, Agha, Roner und wie sie alle heissen, bleiben auch allesamt in Chur!
Dafür sind wir zu beneiden, denn wenn sich weitere Jungspunde wie beispielsweise Nico Jost oder Remo Spreiter weiterentwickeln können, sieht unsere Zukunft auch in diesen Belangen rosig aus.
Neben dem Eis konnte unser Vorstand immer wieder neue Sponsoren finden, Aktionen starten und auch die Kommunikation mit den Fans funktioniert mittlerweile hervorragend. Die Plattform ehc.ch beispielsweise hat sich mittlerweile zu einer schönen Alternative zu ehcfans.ch gemausert.
Einen herzlichen Dank, euch Führungskräften, und, weiter so!!
Die Fans
Das Herzstück des EHC Chur hat auch in dieser Saison nicht enttäuscht. Stolze Besucherzahlen im heimischen Stadion, toller Support auswärts (als Beispiel 4 cars in Seewen – genug gesagt) und unzähligen Aktionen zugunsten unseres EHC haben die vergangene Saison zu einer unvergesslichen Spielzeit werden lassen. Neben dem ebenerwähnten Support, den Choreos, der Bar und den Berichten im weltweiten Netz ha sich in dieser Saison auch das EHC- Radio mit absolut genialen Berichten hervorgetan. Mit dem Aufstieg wird nun hoffentlich ein weiterer Schub durch die Reihen gehen, es gibt namentlich noch so einige Fanprojekte, welche angegangen werden können.
„Gwöhnlich sind anderi!“
Mit neuem Stolz und neuem Schwung können wir im kommenden Herbst gemeinsam die neuen Aufgaben in der ersten Liga angehen. Es warten nun wieder hochkarätige Gegner wie zum Beispiel Winterthur oder Dübendorf auf den EHC Chur. Und spätestens wenn es bereits im ersten Heimspiel der neuen Saison zum Derby mit dem EHC Arosa kommt, wird die Churer Eishockeyseele wieder nach neuen Grosstaten lechzen.
Aber wollen wir nicht zu weit in die Zukunft schauen, zuerst gilt es, diesen herrlichen, absolut verdienten Triumph möglichst auszukosten. Auf den Schwingen dieses Erfolges lässt es sich nämlich hervorragend sonnen, bekanntlich spielt das Leben ja hier und heute!
Gehabet euch wohl
Der Churier
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