Chur - Ceresio
01.2.12 - 23:23
erstellt von pb
EHC Chur - HC Ceresio 4:3


Zuschauer: 486
Torschütze: Hauser, Neininger, Lüdi, Schlegel


Wieder im Playoff-Rennen...

...und gute Ausgangslage. So lassen sich die Geschehnisse an diesem Abend kurz und prägnant zusammenfassen. Chur gewinnt ein spannendes Spiel gegen Ceresio mit 4:3, während Arosa in Chiasso (Chiasso ist qualifiziert) untergeht. Somit grüsst der EHC Chur in dieser verrückten Masterround neu vom 2. Tabellenrang und hat vom Trio Chur, Arosa und Ceresio die besten Karten in der Hand - sprich die Playoff-Qualifikation in den eigenen Händen resp. auf dem Stock.

Die Steinböcke legten los wie die Feuerwehr und nahmen im 1. Spielabschnitt das Spieldiktat in die Hand. Zwar kamen sie immer wieder gefährlich vor Mantegazzi, jedoch wusste (noch) niemand eine der zahlreichen Chancen zu nutzen. Das Powerplay war bis anhin das grösste Übel im Spiel der Steinböcke. Bisweilen musste der Zuschauer beim Churer Überzahlspiel gar um Gegentore fürchten. Wie man aber vernimmt, hat die Mannschaft das Powerplay in den vergangenen Tagen intensiv in den Trainings geübt. Wer das vernahm, konnte etwas hoffen, denn schlimmer würde es ja nicht mehr gehen. Die erste Möglichkeit ab der 13. Minute konnte leider noch nicht genutzt werden, aber es sah schon vielversprechend aus. Keine drei Minuten später durften sich die Spieler ein weiteres Mal in Überzahl beweisen - und siehe da: Mantegazzi musste sich von Hauser bezwingen lassen. Das 1:0 war dann auch gleich das erste Pausenresultat.

Im zweiten Abschnitt war zu Beginn wiederum der EHC Chur die spielbestimmende Mannschaft und genau in dieser Druckphase gelang Tommy Neininger auf Zuspiel von Enzo Corvi, welcher übrigens schon Hauser beim 1:0 mustergültig bediente, das 2:0! Gegen Spielhälfte war das Spiel ausgeglichener und die Tessiner kamen vermehrt zu guten Abschlussmöglichkeiten. In der 32. Minute war es dann Danny Masa, welcher über das halbe Feld spurtete und dann die Scheibe mit einem Kunstschuss an der Churer Verteidigung und Kindschi vorbei unter der Latte im Netz zum Anschlusstreffer versenkte. Das Spiel gestaltete sich zusehends offener und knapp eineinhalb Minuten vor dem zweiten Pausentee leuchtete die rote Lampe hinter Kindschi ein zweites Mal auf. Während sich wohl die Mehrheit der anwesenden 486 Zuschauer auf ein 2:2 zur Pause einstellte, musste ein Tessiner 15 Sekunden vor dem Pausenpfiff in der Kühlbox Platz nehmen. Keine sechs Sekunden im Powerplay gespielt, war es Lüdi, welcher die erneute Führung für seine Farben erzielen konnte.

Trotz oder wegen dieser 3:2 Führung wirkte das Spiel der Churer in der Anfangsphase des letzten Drittels nervös und zu ungenau. Prompt musste man, als die Scheibe auf biegen und brechen nicht aus der eigenen Zone raus speditiert werden konnte, den Ausgleich zur Kenntnis nehmen. In der Folge waren es immer wieder die Churer, welche zu mehreren 100%igen kamen, diese jedoch allesamt nicht verwerten konnten. Nicht nur einmal wurde in dieser Phase das leere Tor nicht getroffen oder man konnte allein auf Mantegazzi losziehend diesen nicht bezwingen. Auch Ceresio kam immer wieder gefährlich vor Kindschi auf, aber der lies auch nichts anbrennen. In der 57. Minute war es dann wieder an Ceresio, welches bereits zum 5. Mal auf der Strafbank Platz nehmen durfte. Diesmal war es an Schlegel, welcher 172 Sekunden vor Ende den 3. Powerplay-Treffer des EHC Chur an diesem Abend realisieren konnte. Trotz einer hektischen Schlussphase lies sich der EHC Chur nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und brachte das 4:3 über die Runden.

Fazit: Der EHC Chur gewinnt eine spannende Partie mit 4:3. Für einmal war das Powerplay die stärkste Waffe der Steinböcke: drei von fünf Möglichkeiten konnten ausgenutzt werden! Durch diesen Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Arosa in Chiasso grüsst der EHC neu vom 2. Tabellenrang. Dank der Direktbegegnung vor dem punktgleichen Arosa. Mit einem Sieg am kommenden Samstag gegen Chiasso, welches den 1. Rang der Masterround-Gruppe und somit die Teilnahme an den Playoffs auf sicher hat, können die Churer den Einzug in die K.O.-Phase selber bewerkstelligen.

Spieler der Runde: Völlig unwichtig
Das Powerplay verdiente an diesem Abend seinen Namen. Man konnte Druck erzeugen, den Gegner zum rotieren bringen und drei Treffer erzielen. So macht es Spass. Hoffentlich am Samstag auch.

Die besten drei Churer:
*** Hauser
** Lüdi
* Schneller


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